Tipps zum Strom sparen

Strom sparenEin Drittel des volkswirtschaftlichen verbrauchten Stroms geht auf die Rechnung von Privathaushalten, ein weiteres auf jene der Industrie, der Rest geht überwiegend auf das Konto von Dienstleistungsunternehmen, Verkehr sowie Land- und Forstwirtschaft. Der private Stromverbrauch ist damit größenmäßig jenem der Industrie vergleichbar - und bietet entsprechend gehöriges Sparpotential. Wer einige einfache Tipps beachtet, kann seinen Stromverbrauch relativ schnell um 30% und mehr senken und damit nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern auch für die eigene Geldbörse. Die größten Stromfresser in Haushalten sind die Beleuchtung, Kühlgeräte und Geräte zur Freizeitunterhaltung (Fernseher, Video/DVD-geräte, CD-Player, Computer). Diese drei Posten machen 60 Prozent unseres Energieverbrauchs aus.

Defekte und alte Geräte
Wer sehr alte Geräte besitzt, hat möglicherweise schon die großen Stromfresser identifiziert. Altgeräte haben nicht nur von vornherein einen schlechteren Energiehaushalt, mit dem Alter verschlechtert sich auch die Energieeffizienz. Mittlerweile gibt es für technische Geräte eine Energieverbrauchszertifizierung, das so genannte "Energielabel". Beim Kauf eines neuen Gerätes liegen Sie mit Geräten der Kategorie A in der Regel richtig. Ein noch größeres Problem als alte stellen defekte Geräte dar: Oft merkt der Verbraucher gar nicht, dass das Gerät nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, da keine weiteren Störungen - außer dem massiven Stromverbrauch - auftreten. Messgeräte, die man bei Energieberatungsstellen ausleihen kann, können bei der Identifizierung defekter Stromfresser helfen. Die Werte dieser Messung können entweder mit den Angaben des Herstellers oder mit Übersichtstabellen auf diversen Informationsseiten verglichen werden.

Die Stromfresser
Gerade weil sie das ganze Jahr in Betrieb sind, gehören Kühl- und Gefriergeräte zu den größten Stromfressern, bei ihnen ist also Strom sparen am einfachsten möglich. Regelmäßiges Abtauen, Austauschen von defekten Dichtungen und das Aufstellen an einem geeigneten Ort (nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder direkt neben dem Herd) können den Stromverbrauch deutlich senken. Darüber hinaus immer auf rationale Nutzung achten: Auch ein Gefrierfach, in dem nur noch eine abgelaufene Packung Erbsen liegt, verbraucht die volle Energie

Auch das Aufheizen von Warmwasser verbraucht eine Menge Energie. Generell kommen mit Gas oder Strom betriebene Geräte teurer als Fernwärme. Wer duscht statt zu baden wird normalerweise deutlich weniger Strom und Wasser verbrauchen. Dagegen stimmt der Mythos, dass ein Geschirrspüler mehr verbraucht als die Wäsche per Hand nicht. Solange der Geschirrspüler nur voll befüllt verwendet wird, ist er in Sachen Energieeffizienz dem manuellen Abspülen überlegen.

Auch Kochhitze sollte man nicht ungenutzt im Raum verpuffen lassen. Beim Aufkochen von Warmwasser daher immer den Deckel aufsetzen und darauf achten, dass die richtige Topfgröße für die Kochplatte verwendet wird. Für regelmäßige Teetrinker rentiert sich die Anschaffung eines Wasserkochers, der deutlich weniger Energie verbraucht als der Topf oder Teekessel am Herd.
Bei Elektroherden kann Restwärme genutzt werden, beispielsweise kann bei der Zubereitung von Reis nach dem ersten Aufkochen ganz abgeschaltet und mit Restwärme fertig gekocht werden. Auch für das Backrohr gilt, dass ab etwa 10 Minuten vor Ende der Backzeit mit Restwärme fertig gebacken werden kann.

Auch die unscheinbaren Stromverbraucher fallen in Summe ins Gewicht - also Geräte nicht unnötig im Stand-By-Modus lassen und Glühbirnen nicht brennen lassen, wenn sie nicht gebraucht werden.
Neben dem Kampf gegen die Stromfresser im Haushalt, kann auch eine Energieberatung durch einen Energieberater, Aufschluss über Einsparungspotentiale bringen. Hierbei werden auch Faktoren wie die Wärmedämmung eines Hauses oder die Heizung in die Untersuchung durch den Energieberater mit einbezogen.