Preise und Tarife - typische Tarifmodelle
Die
Öffnung des Strommarktes hat neben einer Vielzahl an Anbietern
auch eine Vervielfachung der verfügbaren Tarifmodelle gebracht.
Dabei lassen sich einige typische Tarifmodelle identifizieren, die
auf verschiedene kundenseitige Anforderungsmuster zugeschnitten sind.
Die Unterscheidung dieser grundlegenden Tariftypen kann nur eine erste
Orientierung auf der Suche nach dem richtigen Modell sein, vor der
endgültigen Entscheidung kann es sich lohnen, auf Feindifferenzierungen
zu achten, z.B. nach Wohnort oder speziellen Familientarifen, so können
Tarife desselben Anbieters etwa je nach Wohngebiet variieren.
Wie groß die Preisunterschiede und damit die möglichen
Einsparungen wirklich sind, hängt zwar vom persönlichen
Verbrauch ab, gerade in Deutschland sind durch die Präsenz von
Internetstromanbietern aber größere Unterschiede zu beobachten
als, beispielsweise, in Österreich. Die Preise setzen sich im
Normalfall aus einer Grundgebühr und einem Preis pro verbrauchter
Kilowattstunde zusammen, wobei zwischen ganztägigen Tarifen und
nach Tageszeiten gestaffelten zu unterscheiden ist. Zu beachten ist,
dass Preise und Tarife meist brutto angegeben werden!
Der Normaltarif entspricht dem per Gesetz festgelegten Grundversorgungstarif.
Er bietet keine individuellen Anpassungen und damit wenig Flexibilität,
dafür erspart man sich im Gegenzug komplizierte Berechnungen
und Entscheidungsprozesse. Wer sich nicht dezidiert für einen
anderen Anbieter bzw. Tarif entschieden hat, wird in der Regel seine
Stromrechnung nach diesem Tarif bezahlen.
Für jene, die keine hohen Ansprüche in puncto Service haben
und eine einfache Abwicklung schätzen, bieten Billigstromanbieter
Easy-Tarife an. Dieser meist sehr günstige Tarif kann in vielen
Fällen rein über das Internet abgewickelt werden, die Serviceleistungen
des Unternehmens sind aber eher gering.
In einigen Regionen gibt es darüber hinaus so genannte Sozialtarife
- diese sind aber nicht zwangsläufig das günstigste Angebot,
auch hier kann sich entsprechend die Benutzung eines Tarifrechners
auszahlen. Außerdem muss in der Regel das Anspruchsrecht nachgewiesen
werden, Sozialtarife können etwa nur für Leute verfügbar
sein, die auch von der Rundfunkgebühr befreit sind.
Die Ökotarife der verschiedenen Anbieter sind meist etwas höher
als die allgemeinen, mit den Mehrkosten leistet man hier einen Beitrag
zu sauberer Energienutzung. Auch diese Regel gilt jedoch nicht immer,
bei manchen Anbietern kann Ökostrom schon mal gleich teuer oder
sogar günstiger als herkömmlich erzeugter Strom sein. Der
Ökotarif garantiert dem Verbraucher in jedem Fall, dass der eigene
Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen erzeugt wird. Der Preis
von Ökostrom variiert unter anderem je nachdem, aus welcher erneuerbaren
Quelle der Strom erzeugt wurde. Die Kosten der Erzeugung sind unterschiedlich,
unter anderem aufgrund des noch unterschiedlichen Entwicklungsstandes
der jeweiligen Technologien. Auch der Standort ist relevant: je weiter
der Strom transportiert werden muss, umso teurer wird er für
den Endverbraucher, da dann mehr Profiteure an der Wertschöpfungskette
beteiligt sind.
Preise und Tarife von Kabelanbietern finden Sie auf kabelfernsehen-anbieter.de