Wechsel des Stromanbieters - wie funktioniert der Umstieg?
Grundsätzlich
gibt es verschiedene Beweggründe, um den Stromanbieter zu wechseln,
für die meisten Kunden sind dabei wohl mögliche Kostensenkungen
das wichtigste Argument. Ein anderer häufiger Beweggrund für
den Wechsel kann der Wunsch sein, den bisherigen Anbieter mit einem
zu ersetzen, der auf Ökostrom setzt. Wer vor hat, den Stromanbieter wechseln, sollte zunächst die eigenen Prioritäten (von
Kostensenkungen bis Umweltschutz) klären und dann einen den eigenen
Ansprüchen entsprechenden Anbieter suchen - dabei helfen die
Homepages der Anbieter, diverse Überblicksseiten und, vor allem
mit Blick auf Einsparungen, Tarifrechner, die im Internet zu finden
sind.
Unkomplizierter Umstieg
Der eigentliche Umstieg ist dann unkompliziert. Ist erstmal ein Anbieter
gefunden, der den eigenen Bedürfnissen entspricht, muss zunächst
ein einfacher Wechselantrag an den gewünschten Anbieter gestellt
werden. Die für den Wechselantrag notwendigen Formulare gibt
es in der Regel im Netz, im Normalfall direkt auf der Homepage des
jeweiligen Anbieters. Da das Formular persönlich unterschrieben
werden muss, funktioniert die Übermittlung des Antrags meist
weiterhin per Post, dadurch kann (abgesehen von den wohl zu vernachlässigenden
Postgebühren) eine geringfügige Wartezeit zustande kommen
- die allerdings kaum ins Gewicht fällt, weil die endgültige
Abwicklung des Umstiegs ohnehin einige Wochen dauert. Mittlerweile
gibt es auch einige Firmen, die einen komplett papierfreien Vertragsabschluss
anbieten.
Alle weiteren Schritte nach Unterzeichnung und Übermittlung des
Vertrages übernimmt dann der neue Anbieter: Er kündigt dem
alten Anbieter (das sollte man keinesfalls selbst tun, um die durchgängige
Stromversorgung nicht zu gefährden!), verhandelt mit ihm die
Konditionen, zu denen er den Strom zum Kunden durchleiten kann etc.
Nach einigen Wochen - die Bearbeitung dauert meist um die sechs, manchmal
auch bis zu acht Wochen - ist der Wechsel dann abgeschlossen. Ohne
dass der Endverbraucher sonst etwas davon merkt, bekommt er ab diesem
Zeitpunkt nicht nur die Stromrechnung vom neuen Anbieter, sondern
auch den saubereren respektive billigeren Strom. Mit dem Strom verhält
sich das nämlich ähnlich wie mit Geldscheinen: Der Strom,
der aus den Steckdosen kommt ist immer derselbe, egal von welchem
Anbieter er kommt. Ist die Energie erst einmal in Elektrizität
oder elektrischen Strom umgewandelt und ins allgemeine Netz eingespeist,
ist jeder Strom gleich. Was sich unterscheidet, ist "nur",
denn das ist ja kein geringer Unterschied, wie und woraus er erzeugt
wurde.
In der Regel sollte der Umstieg also mit dem Ausfüllen und Abschicken
des Wechselantrags erledigt sein und ohne weitere Probleme funktionieren.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen die sichere Versorgung garantieren,
die Risiken, falls der Umstieg nicht reibungslos funktionieren sollte,
trägt der Stromanbieter, nicht Sie.