Von Generatoren und Motoren
Generatoren
sind aus dem Prozess der Stromerzeugung nicht wegzudenken, in ihnen
geschieht ein kleines Wunder der Technik: die Umwandlung von Bewegungsenergie
in elektrische Energie.
Das System basiert auf dem physikalischen Prinzip der elektromagnetischen
Induktion, dem Prinzip also, dass ein Magnetfeld unter bestimmten
Bedingungen elektrische Spannung und damit elektrischen Strom erzeugen
kann. Dahinter steckt, dass elektrische und magnetische Felder auf
demselben Phänomen beruhen - ein Prinzip, dass in den 1830er
Jahren von Michael Faraday entdeckt und beschrieben wurde.
Eine praktische Veranschaulichung dieses Prinzips kennt man vielleicht
noch von Versuchen aus dem Physikunterricht: Eine Spule (ein mit leitendem
Draht (z.B. Kupfer) spiralförmig umwickelter Körper) wird
zwischen zwei Magneten auf und ab bewegt - in der Folge fließt
elektrischer Strom. Egal ob das Wasser eines Flusses oder Stausees,
Wind, oder Dampf, der bei Verbrennungsprozesses entsteht, das Prinzip
der Stromerzeugung ist dasselbe: Die Bewegungsenergie wird mittels
eines Generators in elektrische umgewandelt.
Motoren, wie wir sie aus dem Alltag kennen, sind nichts anderes als
die Umkehrung des Generators: Eine bestimmte Energieform - etwa thermische
oder elektrische - wird in mechanische Energie umgewandelt, so wird
es möglich, einen Körper zu bewegen. Die Bewegung, in die
die Energie umgewandelt wird, ist meist eine Drehbewegung (unter den
Antriebsformen von Maschinen bzw. Motoren gibt es den Drehantrieb
und den Linearantrieb). Ein Vorläufer heutiger Motoren war die
Dampfmaschine, die Ende des 18. Jahrhunderts in den Fabriken zu einer
komplett neuen Arbeitsform führte. Dabei wird Wasser erhitzt,
der Wasserdampf steigt auf, ein Kolben nimmt die Bewegung auf, er
wird durch den Druck des Wasserdampfes in Bewegung gesetzt (das ist
ungefähr wie bei einem Kochtopf, bei dem sich der Deckel hebt)
und wird über eine Kurbel mit einem Rad verbunden, das die lineare
Bewegung des Kolbens in eine Rotation übersetzt. (Korrekt nennt
man die Dampfmaschine daher auch Kolben-Wärmekraftmaschine.)
Weiterentwickelt wurde die Dampfmaschine zur Dampfturbine, die im
Unterschied zur nicht sehr effizienten Dampfmaschine heute noch betrieben
wird, und bei der der Wasserdampf direkt die Drehbewegung der Turbine
auslöst. Auf dieser Grundlage können Turbinen größere
Maschinen betreiben als ein Kolben/Kurbel-Antrieb. Mitte des 19. Jahrhunderts
wurde mit dem Otto-Motor dann der Verbrennungsmotor entwickelt, wie
wir ihn noch heute für Fahrzeuge verwenden. Ein Gemisch aus einem
Kraftstoff (Benzin, Gas, Diesel) und Luft wird verbrannt, durch die
daraus entstehende hohe Temperatur und den Druck wird ein Kolben angetrieben,
der entweder ein Hubkolben oder ein Rotationskolben sein kann, dessen
Aktivität schließlich nur noch in die gewünschte Bewegungsform
transformiert werden muss. Der Verbrennungsmotor brachte im Vergleich
zur Dampfmaschine zahlreiche Vorteile. Er war viel kleiner und leichter,
was grundlegend für seine Nutzung in mobilen Maschinen wie dem
Automobil war, er erlaubte größere Leistungen, weil die
Verbrennungsprozesse mehr Energie freisetzen, und er erlaubte aufgrund
leicht transportierbarer Kraftstoffe einen raschen und flexiblen Einsatz.