Was heißt "Nachhaltigkeit"?

Nachhaltigkeit EnergieMit dem Begriff der Nachhaltigkeit, aus öffentlichen Debatten zum Thema Umweltschutz und Energieproduktion kaum noch wegzudenken, wird meist die Vorstellung verbunden, die Energieressourcen der Natur und natürliche Rohstoffe in einer Weise zu nutzen, die es erlaubt, natürliche Gleichgewichte zu erhalten. Nachhaltigkeit in der Energieproduktion bedeutet damit an erster Stelle, natürliche Ressourcen nicht einfach auszubeuten, sondern allem die Möglichkeit zur Regenerierung zu geben, die Intensität der Nutzung also mit der Zeit, die die Ressourcen zum Nachwachsen brauchen, in Übereinstimmung zu bringen.

Neben der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen zielt der Begriff der Nachhaltigkeit aber auch auf ein Gleichgewicht in der Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte ab - auch bekannt als die drei Säulen nachhaltiger Entwicklung (oder, in der bekannten englischen Variante, von "sustainable development"). Diese drei Aspekte spielen in jeder Art von Nachhaltigkeit zusammen, auch wenn das Hauptinteresse der nachhaltige Umgang mit der Natur ist: Wenn eine Maßnahme zum Umweltschutz soziale Benachteiligungen nach sich zieht, ist das nicht nur ein Fall fraglicher Prioritätensetzung, sondern auf lange Sicht schlichtweg weder machbar noch wirtschaftlich tragfähig. Ist eine Maßnahme wirtschaftlich gesehen unrentabel, wird sie nicht nur im Endeffekt soziale Probleme auslösen, sondern auch ihren Zweck nicht erfüllen können. Die drei Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit spielen also immer zusammen.

Das Konzept soll der gängigen wirtschaftlichen Tendenz entgegensteuern, die nach dem Motto "hinter uns die Sintflut" zu funktionieren scheint. Mittlerweile ist allgemein bekannt: Wenn gewisse Entwicklungen sich fortsetzen, wird es für zukünftige Generationen keinen adäquaten Lebensraum mehr auf der Erde geben. Nachhaltigkeit zwingt uns, mit ihrer Betonung von und Orientierung auf längere Zeitdauern, an die fernere Zukunft zu denken, auch wenn diese uns nicht mehr direkt betrifft. Die Grundfrage kann damit umformuliert werden: Wie können wir alle jetzt gut leben, ohne der nächsten Generation die Möglichkeit zu nehmen, dasselbe zu tun?

Als umfassendes politisches Konzept will Nachhaltigkeit die Verbindung von Bereichen erreichen, die bis dahin als getrennte, wenn nicht sogar sich widersprechende angesehen wurden. Probleme werden in ihren Wechselwirkungen miteinander betrachtet - was zwangsläufig zu einer globalen Denkweise führt, die als weiteres Charakteristikum von Nachhaltigkeit gesehen werden kann. Grundlegend ist hier die Einsicht, dass die scheinbar so unterschiedlichen Probleme der Industriestaaten und der Dritte-Welt-Länder zwei Seiten derselben Medaille sind.

Gerade wegen seiner übergreifend angelegten Bedeutung und der damit einhergehenden inflationären Verwendung wird der Begriff der Nachhaltigkeit vielfach als zu schwammig oder zu moralisch kritisiert. Und der Betonung sozialer und wirtschaftlicher Komponenten zum Trotz ist es nach wie vor hauptsächlich der Bereich des Umweltschutzes, in dem er Anwendung findet, meist in der schlichten Formel, die Erde als Spenderin allen Lebens und damit auch unbestreitbare Lebensgrundlage des Menschen zu bewahren. Auch im Bereich der Stromproduktion ist dieser Fokus, naheliegenderweise, spürbar, hier zielt Nachhaltigkeit primär auf die Verwendung erneuerbarer Energien ab.
Nachhaltigkeit erreicht man auch durch das Sparen von Energie. Gerade hier kann der Fachmann wie ein Energieberater viele notwendige Tipps geben, um Energie und somit Geld zu sparen. Unter Hilfe einer Wärmebildkamera kann man ein Gebäude untersuchen. Bei diesen Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera, auch als Thermografie bezeichnet, werden energetische Schwachstellen während des Vorganges der Thermografie aufgespürt.