Ungeliebte Energiesparlampe?

EnergiesparlampeSeit in Kraft treten der EU-Richtlinie zu ihrer schrittweisen Einführung ist die Energiesparlampe, die bis 2016 die herkömmliche Glühbirne ablösen wird, zunehmend zum Hass-Objekt avanciert. Ob zu Recht oder zu Unrecht, ist die Frage. Die Gründe für die Unbeliebtheit der Energiesparlampe sind die höheren Anschaffungskosten, die vermeintlich unpraktischere Handhabung und die Andersartigkeit der Lichtquelle. Viele dieser Vorurteile stammen aber noch aus der Zeit der Prototypen von Energiesparlampen, die mit dem heute am Markt befindlichen Produkt nicht vergleichbar sind.

Tatsächlich ist die Energiesparlampe etwas teurer in der Anschaffung als eine gleichwertige Glühbirne. Wobei hier schon der erste Fehlschluss gegeben ist: Während sich die Glühbirne, was Leistung oder Helligkeit der Lampe betrifft, in den altbekannten Kategorien von 25, 40, 60 und 100 Watt bewegt, haben wir es bei der Energiesparlampe mit einer weit besseren Umsetzung der Leistung zu tun: 9 Watt bei einer Energiesparlampe entsprechen schon 45 Watt einer normalen Glühbirne, bringen also genauso viel Licht. Außerdem sind die Preise einer LED e27 und Energiesparlampe längst nicht mehr die von früher, wo ihre Verwendung noch selten und die Produktionskosten hoch waren. Mittlerweile ist sie darüber hinaus in unterschiedlichsten Varianten erhältlich, einschließlich spezieller Lampen, die dimmbar sind. Vor allem die Benutzerfreundlichkeit der Lampen wurde stark verbessert.

Das bisherige Hauptargument gegen eine großflächige Verwendung von Energiesparlampen war, dass sie eine "Aufwärmphase" haben, also in den ersten Betriebsminuten noch recht schwaches Licht abgeben. Bis zur vollen Leistungsabgabe dauert es da schon mal einige Minuten, was zugegebener Maßen für manche Verwendungszwecke (Vorraum, WC, Treppenhäuser) recht unpraktisch sein kann. Allerdings arbeitet man auch hier bereits intensiv an Verbesserungen: Mittlerweile gibt es schon Energiesparlampen mit Schnellstart, diese speichern einen Teil der Energie vom letzten Betrieb direkt in der Lampe, sodass mit dem Einschalten sofort die volle Leistung da ist. Im Moment kommen sie in der Anschaffung noch etwas teurer als normale Energiesparlampen, in diesem Bereich wird es aber parallel zur Durchsetzung der Energiesparlampe schnell Weiterentwicklungen geben.
Im Lampen Shop unter leuchten-lampen-shop.de findet man viele, für Energiesparlampen geeignete, Leuchten sowie zahlreiche energiesparende Alternative zu herkömmlichen Lampen.

Aber wie umweltfreundlich ist die Energiesparlampe eigentlich?
Ein wichtiger Punkt in punkto Umweltverträglichkeit ist bei allen technischen Geräten die Frage der Entsorgung. Da sind Energiesparlampen, und das ist ein bis dato viel zu wenig bekanntes Faktum, nicht gerade das Gelbe vom Ei. Damit wird hier die Frage nach der fachgerechten Entsorgung relevanter als bei herkömmlichen Glühlampen. Energiesparlampen enthalten, wie auch andere Gasentladungslampen, Leuchtgase, unter anderem auch das hochtoxische Quecksilber. Energiesparlampen gehören deshalb keinesfalls zum Restmüll, sondern zum Sondermüll.

Eine entsprechende, die Einführung der neuen EU-Regelung begleitende Aufklärungskampagne über den Umgang mit dem neuartigen Leuchtkörper hat aber noch nicht stattgefunden: Im Jahr 2007 wurden nicht einmal 10% der Energiesparlampen aus Privathaushalten ordnungsgemäß entsorgt!

Außer der Entsorgung gibt es in diesem Zusammenhang ein weiteres für den Gebrauch höchst wichtiges Thema: Was geschieht, wenn eine Lampe zerbricht? Zu bedenken ist, dass dann Quecksilbergase freigesetzt werden, die zwar wegen der geringen Menge nicht akut gesundheitsschädigend sind, dennoch sollte danach gut durchgelüftet und die Bruchstücke sofort in einer verschlossenen Tüte entsorgt werden.