Was sind erneuerbare Energien?

Erneuerbare Energien, WasserNachhaltigkeit in der Stromproduktion bedeutet vor allem, erneuerbare oder regenerative Energiequellen zu nutzen, Stromerzeugung also aus Energieträgern, die "unerschöpflich" sind und im Prozess der Energiegewinnung nicht unwiederbringlich verloren gehen. Welche Arten von Energiequellen sind diesem Verständnis nach nicht erneuerbar? Zunächst vor allem fossile Energieträger, die meist in Form von Brennstoffen genutzt werden. Diese können sowohl was ihre Erneuerbarkeit als auch was die Umweltschäden, die durch ihre Nutzung entstehen, betrifft als problematischste Energieträger gelten. Kohle, Erdgas, Erdöl und Torf, das sind die am langsamsten oder gar nicht regenerierbaren Energiequellen der Erde. Der große Unterschied zum Brennstoff Holz, der zwar auch, einmal verbrannt, nicht mehr nutzbar ist, ist der, dass Bäume innerhalb einer planbaren Zeit nachwachsen können, man also, um nachhaltig damit zu wirtschaften, nur den Verbrauch auf eine Menge einzuschränken braucht, die in derselben Zeit auch wieder nachwachsen kann. Kohle und Erdöl hingegen brauchen Millionen von Jahren, und die richtigen Bedingungen, um zu entstehen. Die Rohstoffe, die wir heute in massivem Ausmaß abbauen, stammen aus früheren Erdzeitaltern, und sind, so eine gängige Theorie, das Ergebnis von Ablagerungs- und Überschichtungsprozessen, in denen tierische und pflanzliche Überreste unter luftdichtem Abschluss (zum Beispiel in unteren Erdschichten oder unter dem Meeresgrund) konserviert wurden und in späterer Zeit durch die Verschiebung von Gesteinsschichten hohem Druck und hoher Wärme ausgesetzt waren.

Den fossilen Energieträgern stehen am anderen Ende der Erneuerbarkeit jene gegenüber, die durch ihre Nutzung überhaupt nicht "verbraucht" werden, wie etwa fließendes Wasser, Lichtstrahlen, Wind oder auch die Erdanziehung. Erneuerbar ist hier aber nicht automatisch mit "umweltfreundlich" gleichzusetzen. Auch wenn viele der erneuerbaren Energieträger nicht direkt im Prozess der Stromproduktion Treibhausgase freisetzen (und so zum Klimawandel beitragen), können andere Umweltprobleme oder indirekte Effekte auftreten. Das Aufstauen von Wasser kann zur Überflutung von Lebensräumen und zur Verödung von anderen führen, Windkraftwerke stehen im Ruf, Vogel- und Fledermauspopulationen zu reduzieren, und auch die Nutzung von Sonnenenergie ist aufgrund der zur Produktion von Photovoltaikzellen nötigen Rohstoffe und Metalle mit umweltschädlichen Prozessen verbunden. Andere als erneuerbar geltende Energiequellen haben direkte negative Auswirkungen auf die Umwelt: so etwa das Verbrennen gewisser Arten von Biomasse, das direkt zur Freisetzung von Kohlenstoffdioxid führt.

Energieträger aus erneuerbaren Energiequellen tragen damit potenziell zwar erstens zu einer nachhaltigen Gestaltung der weltweiten Stromproduktion und zweitens zu einer Abdämpfung des Klimawandels bei, Sonnenlicht und Sonnenwärme, Wasserkraft, Windenergie, Erdwärme und Biomasse sind aber nicht automatisch umweltfreundlich, ihre Beurteilung muss alle zu ihrer Produktion notwendigen Prozesse berücksichtigen.